Therapeutisches Bogenschiessen (TBS)

Erfahren von Polarität in Spannungsaufbau und -Lösen beim zielgerichteten Tun

Bei Beginn des Trainings soll man den Kreislauf anregen und den Körper z. B. mit Dehnübungen auf die Anforderungen vorbereiten, doch den Puls nicht zu sehr beschleunigen, denn beim Bogenschiessen bekommt Unruhe weder dem Körper noch dem Geist. Daher sollte dem praktischen Training auch eine Übung zur Ruhetönung vorausgehen.

Sehnenhand
Dr. Walter Dmoch als Übender beim Weitschiessen

Bogenschiessen als Praxis

Als regelmässige „Übung im Alltag“ (Dürckheim, 1966) kann Bogenschiessen zur Meditation im Tun führen und zu einer spirituellen Praxis werden.

“Das Schwerste ist, ein Übender zu werden.“ (Karlfried Graf Dürckheim)

Wenn es gelingt, aus dem gelegentlichen achtsamen Umgang mittels Pfeil und Bogen ein regelmässiges Üben entstehen zu lassen, gewinnt die Bogenmeditation zunehmend an Tiefe und die übende Person wird mit der Frage konfrontiert, ob sie sich auf die Zunahme an Routine und Perfektionierung von Fertigkeiten beschränken will oder ob sie an jede neue Übung und an jeden neuen Pfeil mit frischem Mut, neuer Kraft und unvoreingenommener Achtsamkeit herangeht.

In regelmässiger Wiederholung dieser meditativen Praxis wird es möglich, über die vertiefte persönliche Erfahrung hinaus auch Zugang zu Überpersönlichem zu finden. Damit wird aus der meditativen Praxis eine spirituelle Be-Wegung, ein geistlicher Übungsweg.

„Beginne nie, aufzuhören; hör nie auf, anzufangen." (Marcus Tullius Cicero)